FAQ

Hier finden Sie Anworten zu häufig gestellten Fragen zur Mediation und zum Coaching.

Sie haben Fragen und suchen weitere Antworten? Dann rufen Sie mich doch an, oder schreiben Sie mir ihre Frage: 07664/4056063 oder s.ehrhardt@ehrhardtconsulting.de.

Nein. Es ist ein fester Bestandteil der Mediation, dass sich alle Konfliktpartner nach der Einigung auf eine Lösung des Konfliktes noch einmal anwaltlich beraten lassen. Erst nach dieser anwaltlichen Beratung wird die gemeinsame Vereinbarung unterzeichnet. Ihr Anwalt kann Ihnen sagen, was sie wahrscheinlich in einem Gerichtsprozess vom Richter zugesprochen bekommen würden – und wie hoch das Risiko ist, dass der Richter auch anders entscheiden könnte. Mit dieser Information haben Sie die Sicherheit keiner Vereinbarung zuzustimmen, die sie gegenüber einer gerichtlichen Lösung deutlich schlechter stellen würde.

Als Mediator habe ich die Verantwortung sicherzustellen, dass der Prozess zur Lösungsfindung in einem Konlikt strukturiert und sicher abläuft. Der Schlüssel dazu ist eine professionelle Haltung, die unparteilich ist und allen Seiten gleich stark zugewandt ist. Neben dem Einsatz unterschliedlichster Kommunikations und Moderationsmethoden stelle ich für alle Konfliktpartner sicher, dass es keine Lösung geben wird, die nicht von allen mitgetragen wird. Was ein Mediator niemals tun wird, ist für einen der Konfliktpartner Partei zu ergreifen. Ein Mediator ist kein Richter oder Schlichter – dies bedeutet, die Verantwortung für die inhaltliche Lösung des Konfliktes bleibt vollständig  bei den Konfliktpartner. Der Mediator wird aber sicherstellen, dass diese Lösungsfindung in einem geordneten und sicheren Rahmen stattfinden kann.

Eine Mediation macht keinen Sinn, wenn eine der beteiligten Konfliktparteien ausdrücklich nicht an einer gemeinsamen Lösung interessiert ist und nicht bereit ist, an einer Mediation teilzunehmen. Die freiwillige Bereitschaft zur Teilnahme ist eines der grundlegenden Prinzipien der Mediation. Oft steht einerfehlenden Bereitschaft eine diffuse Angst oder ein Nicht-Wissen über den Mediationsprozess im Wege. Auch ist eine Mediation nicht möglich, wenn eine Seite der Konfliktpartner der Gegenseite ausdrücklich Schaden zufügen möchte oder wenn aus körperlichen oder psychischen Gründen kein eigenverantwortliches Handeln der Konfliktparteien möglich ist. Aber auch hier gibt es oft Lösungen, in dem z.B. gesetzliche Vertreter oder Anwälte zur Mediation hinzugezogen werden können.

Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob eine Mediation in ihrem Fall möglich sein sollte, greifen Sie zum Hörer und rufen sich mich. Ich biete Ihnen grundsätzlich in der Mediation die Möglichkeit, gemeinsam mit allen Konfliktpartner in einem kostenfreie Erstgespräch offene Fragen und bestehende Befürchtungen zu klären. Komplexe rechtliche Fragestellungen sollten Sie übrigens nicht von einer Mediation abhalten, da sie jederzeit anwaltliche Beratung hinzunehmen können.

Eine Mediation ist immer dann sinnvoll, wenn grundsätzlich alle Konfliktpartner an einer Lösung „im Guten“ interessiert sind. Der Vorteil einer Mediation ist, dass alle Beteiligten zu jeder Zeit auf das Ergebnis Einfluss haben. Es wird keine Lösung geben, mit der nicht alle Konfliktparteien einverstanden sind. Das dauert manchmal eine Weile, ermöglicht aber oft den Konlikt dauerhaft und wirklich hinter sich zu lassen.

Sinnvoll ist eine Mediation wenn:

  • wenn die Konfliktpartner präventiv einen potentiell eskalierenden Konflikt gemeinsam bearbeiten möchten
  • wenn es für die Konfliktpartner offensichtlich unmöglich, ohne Unterstützung eine für alle stimmige Lösung zu finden
  • wenn das Risiko eines unberechenbaren Gerichtsurteils zu hoch ist
  • wenn hohe Gerichtskosten vermieden werden sollen
  • wenn die wahrscheinliche Dauer eines Gerichtsverfahrens zu lang erscheint und zeitnah eine Lösung gefunden werden soll
  • wenn die Konfliktpartner im Anschluss an den Konflikt noch weiter miteinander Umgang haben wollen ode müssen

Die Mediation ist sehr oft eine sinnvolle Alternative zu einem Gerichtsprozess. Oft ist sie wesentlich schneller, wesentlich günstiger und hinterlässt eine geklärte, geordnete Beziehung unter den Konfliktpartnern. Die Dinge sind verbindlich geregelt und es besteht iene einvernehmliche Lösung. Sollte die Mediation scheitern, steht selbstverständlich allen Konfliktpartnern der streitbare Weg zum Gericht weiterhin offen.

Am Anfang jeder Mediation steht eine kostenfreie erste Sitzung, in der mit allen Konfliktpartner geklärt wird, ob eine Mediation das richtige Verfahren für sie ist und ob ich der richtige Mediator dafür bin. Sie bekommen die Prinzipien der Mediation erklärt und wir schließen alle notwendigen Vereinbarungen, die für ein sicheres und vertrauliches gemeinsames Arbeiten notwendig sind. Im Anschluss an diese gemeinsame Vereinbarung, das sogenannte „Arbeitsbündnis“, werden die Themen herausgearbeitet, die im Rahmen der Mediation besprochen werden. So werden die verschiedenen Themen und Aspekte, die sich in Konflikten oft vermischen, klar strukturiert und voneinander getrennt. Nach der Themensammlung erarbeiten die Konfliktparner für die einzelnen Themen Lösungen. Am Ende wird das Gesamtpaket noch einmal von allen geprüft und verschriftlicht. Als Mediator unterstütze ich alle Konfliktpartner in gleichem Maße innerhalb der vorgegebenen Struktur zu bleiben. Somit ist auch in emotional sehr aufgeladenen Situationen ein sachlicher und respektvoller Umgangston möglich.

Ehrhardt Consulting bietet Ihnen Mediationsräume in Emmendingen, bei Freiburg i.Br. In neutralen Räumlichkeiten, ausserhalb des Unternehmens, fällt es Menschen oft leichter, sich auf neue Wege jenseits des gewohnten Konfliktverhaltens zu begeben. Auf Wunsch führe ich die Mediation oder Ihr Coaching selbstverständlich auch in Ihren Räumlichkeiten durch. Durch die Kooperation mit den Netzwerk „Intercultural Competence“ besteht auch die Möglichkeit die Mediation im Zentrum von Freiburg durchzuführen.

Nach Definition des Mediationsgesetzes   ist die Mediation „ein vertrauliches und strukturiertes Verfahren, bei dem die Konfliktparteien mithilfe eines oder mehrerer Mediatoren freiwillig und eigenverantwortlich eine einvernehmliche Lösung zur Beilegung ihres Konflikts anstreben.“ Der Mediator hat hierbei keine Entscheidungsmacht sondern unterstützt die Konfliktpartner in ihrem Lösungsfindungsprozess.

Mediationsverfahren können wesentlich günstiger sein als langwierige gerichtliche Auseinandersetzungen. Die Kosten ergeben sich aus der Art des Konfliktes und der dafür aufgewendeten Zeit. Die Konfliktpartner haben einen hohen Einfluss auf die Dauer des Verfahrens und damit auch die entstehenden Unkosten. In der Regel wird die Mediation auf einem zu vereinbarenden Honorar auf Stundenbasis abgerechnet.

Die Dauer einer Mediation hängt sehr stark von der Komplexität und der Dynamik des Konfliktes ab. Beim unverbindlichen Erstgespräch wird der Zeitraum vereinbart, in dem die Mediation durchgeführt werden soll. Dies kann sehr komprimiert innerhalb weniger Stunden oder Tage stattfinden. Oft finden aber auch mehrere einzelne Sitzungen in gewissen zeitlichen Abständen statt.

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